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Bundesarbeitsgemeinschaft der Verbände staatlich anerkannter Ausbildungsinstitute für Psychologische Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Trägerverbände staatlich anerkannter Ausbildungsstätten für Psychologische Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten (BAG) hat am 22.10.2014 in Frankfurt getagt und sich mit der Reform der Psycho-therapeutenausbildung befasst. Unabhängig von einer Konsentierung auf ein von der Profession diskutiertes Modell wurde festgestellt, dass der bundeseinheitliche Zugang zu den Ausbildungen aktuell nicht mehr gewährleistet ist und Rechtsunsicherheit besteht.

Die Verbände der BAG haben sich einstimmig für 8 Kernforderungen ausgesprochen, die bei einer Reform der Psychotherapeutenaus- und/oder -weiterbildung erfüllt werden müssen.

Kernforderungen

  1. Eine Novellierung des Psychotherapeutengesetzes wird von allen Mitgliedsverbänden als notwendig erachtet.

  2. Für eine heilkundliche psychotherapeutische Tätigkeit wird ein wissenschaftlicher Hochschulabschluss auf dem EQR-7 Level gefordert. Die Studienabschlüsse, die aktuell die Voraussetzungen für den Zugang zu einer entsprechenden Ausbildung erfüllen, müssen für die Übergangszeit bis zum Inkrafttreten einer umfassenden Reform auf Master-Niveau (EQR-7) geregelt werden. 

  3. Die Anforderungen an die Erteilung einer Approbation sind so auszugestalten, dass der Patientenschutz gewährleistet ist.

  4. Die Durchführung der vertieften Qualifizierung - unabhängig davon, ob sie in einer Aus- oder Weiterbildung organisiert ist - muss auch in Zukunft in der Verantwortung von Instituten liegen. Nur so kann die hohe Qualität der derzeitigen Ausbildung in den staatlich anerkannten Ausbildungsstätten gesichert werden.

  5. Der Wissenschaftliche Beirat Psychotherapie (WBP), als paritätisch von der BPtK und BÄK besetztes Gremium für die wissen-schaftliche Anerkennung von einzelnen psychotherapeutischen Verfahren und Methoden, soll – in dieser Funktion – auch für eine zukünftige Aus-/ Weiterbildung zuständig sein.

  6. Am Ende der Aus-/ Weiterbildung muss sowohl für die Durchführung von Psychotherapie mit Erwachsenen als auch mit Kinder- und Jugendlichen ein Abschluss im jeweiligen Schwerpunkt auf Fachkundeniveau erreicht werden.

  7. Die finanzielle Situation während der Aus-/Weiterbildung muss für die Aus- bzw. WeiterbildungsteilnehmerInnen verbessert werden.

  8. Zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf  muss auch in Zukunft die Möglichkeit einer  Aus- /Weiterbildung in Teilzeit erhalten bleiben.

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